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Zeitgeist Living Ausgangssperre Tag 26
Curfew Diary

AUSGANGSSPERRE TAG 26

(Werbung aus Leidenschaft)

8:00 Uhr: Der Bäcker muss noch warten.

9:30 Uhr: Croissants werden geholt. Jep, ich werde heute verwöhnt.

13:00 Uhr: Frühstück auf dem Balkon mit Sonne und trödeln.

11:15 Uhr. Das ist die Urzeit die ich auf dem „Attestation“ eintrage. Wir haben heute also nur 45 Minuten für unseren Spaziergang. Als wir 11:59 Uhr fast wieder zu Hause sind kommen uns so viele Jogger entgegen. Ich habe nicht das Gefühl, dass die alle in den nächsten zehn Minuten von der Straße verschwunden sein werden. Überhaupt war es mächtig voll. Kleiner Zickzack Spaziergang. Das macht jedenfalls kein Spaß. In der Zeitung tauchte die Tage mehrfach die Frage auf, ob denn auch Jogger die Maske tragen müssen, wenn die Pflicht kommt. Müssen sie natürlich. Und wenn ich ehrlich bin, dann denke ich, dass diese rotzende, schnaufende, auf die Straße spuckende Gattung die Erste ist, die eine Maske tragen sollte. Nach der hustenden Fraktion zumindest. Ich weiß, joggen mit Maske macht bestimmt alles andere als Spaß, aber die Jogger rotzen einen schon an, als wärs das normalste der Welt.

12:03 Uhr: Gemüsehändler. Menno, es ist total voll. Ich schnappe mir mein Zeug und sehe zu, dass ich nach Hause komme.

12:05 Uhr: Wir laufen an einem Laden vorbei, der Systemrelevantes Zeug verkauft und somit geöffnet ist. Und siehe da im Schaufenster liegen Mundschutzmasken. Ein Zehner Pack Masken der einfachsten Sorte, nicht für medizinisches Personal geeignet, für 32,00 EUR. Das sind die Mundschutzmasken die normalerweise 0,32 EUR kosten. So aus Prinzip beschließe ich, das das Nähen von Hand eine ganz feine Sache ist. Außerdem braucht ja jeder ein Hobby.

12:20 Uhr: Apropos Mundschutzmaske und von Hand nähen: Meine erste Maske nach euren Anleitungen habe ich erfolgreich fertiggestellt. Heute Abend poliere ich noch eine weitere Anleitung aus.

13:30 Uhr: Auf Instagram schreibe ich mit ein paar von euch. Jemand schreibt mir, das Denunziationen von Nachbarn das Neueste sind. Das erinnert mich an meine Kindheit in der DDR.
Für alle die sich jemals gefragt haben, wie sich das Leben in der DDR angefühlt hat – jetzt wisst ihr es. Genau so: Es gab nicht alles zu kaufen, was man wollte, man musste sich dafür anstellen und war darauf angewiesen, dass die befreundete Verkäuferin gewisse Dinge zurücklegte. Für alles Geld der DDR waren gewisse Dinge einfach nicht zu bekommen. Nichts zu machen. Außer natürlich für Genossen die ganz oben auf der Karriere-Leiter standen. Man musste aufpassen was man zu wem sagt und generell bestand immer die Gefahr, das man verpetzt wurde. Na kommen euch einige Dinge bekannt vor?

13:50 Uhr: Ich merke, das ich Mist gekauft habe. Meine Bananen sind allesamt braun von innen. Wie gemein. Ich schätze die haben im Kühlhaus Frost abbekommen. Menno, aber wo wir gerade bei DDR waren will ich mal nicht meckern, immerhin ich habe Bananen, auch wenn ich sie so nicht essen mag. Was macht ihr denn so mit braunen Bananen? Bananenbrot? Hat jemand ein Rezept für saftiges Bananenbrot? Oder eine andere Idee? Aber eine Einfache bitte. Ihr wisst ja, dass mit der Hausfrau des Monats ist ein bisschen schwierig bei mir.

14:00 Uhr: Heute backe ich Kuchen ohne Experimente – das hatte ich nämlich versprochen. Mein Kuchen klappt ohne Küchen-Unfall, ich bin begeistert.

15:00 Uhr: In der Zeitung lese ich, dass Louis Vuitton „normale“ Masken und Schutzausrüstungen näht, die an medizinisches Personal gespendet werden. Insbesondere in den Pariser Krankenhäusern fehlt es mittlerweile wohl an Allem.

16:00 Uhr: Ich lese die Infektions-Zahlen der USA und von der Überlegung Trumps die Maßnahmen zu lockern. Ich bin fassungslos.


(Advertising with passion)

8:00 am: The baker still has to wait.

9:30 am: Croissants are brought. Yep, I’m getting spoiled today.

1:00 p.m.: Breakfast on the balcony with sun and lazy.

11:15 a.m. That’s the time I put down on the certificate. So we only have 45 minutes for our walk today. When we are almost back home at 11:59 a.m., so many joggers come towards us. I am not sure that all of them will be off the street in the next ten minutes. In general it was very crowded. A little zigzag walk. Anyway, it is no fun. In the newspaper several times during the days the question appeared whether joggers also have to wear the mask when the duty comes. Of course they have to. And if I’m honest, I think that this snotty, snorting, spitting in the street is the first one who should wear a mask. After the coughing faction, at least. I know, jogging with a mask is probably anything other than fun, but the joggers already snort at you as if it were the most normal thing in the world.

12:03 noon: greengrocer. Man, it’s so crowded. I grab my stuff and make sure I get home.

12:05 pm: We walk past a store that sells system relevant stuff and is therefore open. And lo and behold, there are face masks in the shop window A ten-pack of masks of the simplest kind, not suitable for medical staff, for 32,00 EUR. These are the face masks that normally cost 0.32 EUR. So out of principle I decide that sewing by hand is a very fine thing. Besides, everyone needs a hobby.

12:20 p.m.: Apropos mouth mask and sewing by hand: I have successfully finished my first mask according to your instructions. Tonight I will polish out another instruction.

1:30 p.m.: I’ll be writing on Instagram with some of you. Someone writes to me that denunciations from neighbours are the latest news. It reminds me of my childhood in the GDR.
For all of you who ever wondered what life in the GDR felt like – now you know. Exactly the same: you couldn’t buy everything you wanted, you had to queue up for it and had to rely on the friendly saleswoman to put certain things aside. For all the money of the GDR certain things were simply not available. Nothing could be done. Except of course for comrades who were at the top of the career ladder. You had to be careful what you say to whom and in general there was always the danger that you were snitched on. Well, do some things look familiar to you?

1:50 pm: I realize that I bought crap. My bananas are all brown on the inside. How mean. I guess they got frostbitten in the cooler. Menno, but speaking of GDR I don’t want to complain, after all I have bananas, even if I don’t like to eat them like that. What do you do with brown bananas? Banana bread? Does anyone have a recipe for juicy banana bread? Or any other idea? But a simple one, please. You know, I’m having a little trouble with the housewife of the month thing.

2:00 p.m.: Today I’m baking a cake without experiments – because that’s what I promised. My cake works without a kitchen accident, I am thrilled.

3:00 p.m.: I read in the newspaper that Louis Vuitton sews „normal“ masks and protective gear that are donated to medical personnel. Especially in the Parisian hospitals there is probably a lack of everything by now.

4:00 pm: I read about the infection figures in the USA and about Trump’s idea of relaxing the measures. I am speechless.

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

Die erste Mundschutzmaske nach euren Anleitungen. Danke ❤️

Bisous Tonja

1 Comment

  • Barbara
    12. April 2020 at 00:22

    Meine Liebe!
    Würde mal wieder jedes Wort von dir zu Corona und dem Verhalten einiger Mitbürger unterschreiben.
    Aber wir machen bedächtig und vernünftig weiter! So kommen wir nämlich am ehesten zu unserem Ziel: zusammen klönen, schwätzen, Kaffee trinken, egal wo!
    Geduld ist halt gefragt, auch wenn auf deinem täglichen Blogtitelfoto schon schrecklich viele Striche sind….!‘
    Hab trotz allem ein schönes Osterfest, mein Häschen in der Tigermaske!
    Drück dich! B.❤️

    Reply

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