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Zeitgeist Living Ausgangssperre Tag 36
Curfew Diary

AUSGANGSSPERRE TAG 36

Hier mal ein bisschen Yello Press. Davon wollte ich schon die ganze Zeit berichten: Wir haben hier in Südfrankreich einen sehr berühmten „MITINHAFTIERTEN“ um mal wieder die lustige google Übersetzung für die Ausgangssperre zu verwenden. Jonny Depp verbringt mit seinem Sohn die Ausgangssperre auf seinem Anwesen in Plan-de-la-Tour. Er hat sich übrigens auf Instagram angemeldet und postet hin und wieder etwas aus seiner Isolation. Unter anderem hat er ein recht langes Video aufgenommen, in dem er auch über die Sache mit seiner Ex-Frau spricht.

8:30 Uhr: Wieder nicht zum Bäcker. Ich bin auf dem Obstsalat-Trip mit Granola. Das ist so gut.

9:00 Uhr: Frühstück Indoor – kein schönes Wetter.

10:00 Uhr: Sporteln

11:00 Uhr: Hauuuuusarbeit. Das ist aber auch eine never ending story. Wußtet ihr, dass man auch sehr viel Zeit dafür aufbringen (oder ehr aufbrauchen) kann, um die Dinge die man für die Hausreinigung benötigt, zu reinigen? Nein? Ist so, hab einen Selbstversuch gemacht. Fakt der Morgen ist rum.

13:30 Uhr: Midi indoor. Immer noch grau draußen.

14:30 Uhr: Ich checke die Straße. Den ganzen Morgen war viel los. Bei Gemüsehändler eins standen ständig vier bis fünf Leute an. Wenn es da schon so voll ist, dann ist es im Supermarkt richtig voll. Aber ich muss heute mal hin. Ich brauche TOILETTENPAPIER:-). Hier ist der Kauf von Toilettenpapier eigentlich kein Problem. Hier ist Mehl der meistgefragte Artikel. Frankreich scheint im Backwahn, nicht zu verwechseln mit Bhagwan. Apropos Bhagwan, in der Zeitung habe ich heute gelesen, dass der Preis für Gras um 40 Prozent gestiegen ist und das wo hier doch so gerne gekifft wird. Vor ein paar Tagen ist der Polizei in La Turbie ein dicker Fisch ins Netz gegangen: 1,5 Tonnen Kanabis. Ich denke, der Preis wird weiter steigen. Keiner bleibt verschont, ich denke dabei an die vergoldeten Erdbeeren für meinen Prosecco.

14:40 Uhr: Die Luft auf der Straße ist jetzt rein, ich gehe einkaufen. Attestation ausfüllen, Gummihandschuhe an, Mundschutz auf und das volle Prozedere. Erst Obst und Gemüse. Heute schaue ich mal bei Gemüsehändler eins vorbei. Der Händler ist um einiges günstiger. Mal schauen, ob seine Erdbeeren mit den „Goldbeeren“ mithalten können.

14:55 Uhr: Supermarkt. Es ist nicht zu voll, aber eng. Es gibt hier gefühlt schon viele Menschen, denen deutlich anzumerken ist, dass sie das alles für idiotisch und nervig halten. Sie tragen keinen Mundschutz, halten keinen Abstand und finden wahrscheinlich auch sonst alles doof. Von diesen Menschen halte ich mich fern.
Zu meinem Toilettenpapier. Meine Lieblingssorte ist da, allerdings auch nur noch diese Sorte. Was ist da los denke ich? Und bei dem Blick auf den Preis weiß ich es: 7,90 EUR für ein Paket, wenn auch ein XXL Paket, was bedeutet das 8 Rollen darin sind und 28 Rollen. So nun haben wir auch vergoldetes Klopapier. Toilettenpapier ist in Frankreich auch eine ganz eigene Sache. Die meisten Sorten sind hauch dünn und kratzig. Sowas kennen wir in Deutschland gar nicht. Ich mache mich mit Sandar gerne lustig darüber.
Vor dem Mehl-Regal steht ein junges Pärchen und schaut in die Röhre. Das Regal ist komplett leergefegt. Es ist, allerdings auch winzig muss ich dazu sagen. Am Regal baumelt nur noch einsam ein Zettel, auf dem steht, dass nur zwei Tüten Mehl pro Kunde abgegeben werden. Ich verrate meinen geheimen Mehl-Dealer aber nicht. Das ist übrigens mein Bäcker.
An der Kasse dauert es ewig, weil die meisten Leute richtig volle Einkaufswagen haben. Vermutlich wollen sie so wie ich auch nicht so oft in den Supermarkt.

16:00 Uhr: Ich setzte mich mit dem Laptop aufs Sofa, um ein bisschen was zu tippen. Nebenbei fighte ich mit einer Taube, die neuerdings ständig auf unserem Balkon abhängt. Leider verliert sie auch viel und das leider auch immer auf meinen Balkon. Deshalb verscheuche ich sie, aber sie ist mindestens so hartnäckig wie ich. Jetzt reicht es mir ständig mit irgendwas rumzufuchteln oder ein Kissen zu werfen. Davor hat sie mittlerweile nicht mal mehr Angst. So ein Biest. Ich überlege und habe eine Idee. Ich binde mit einem Kabelbinder meinen Straußenfeder-Staubwedel aufrecht an das Geländer. Und es funktioniert. Vor meinem neuen Riesenvogel scheint sie Angst zu haben. Vorerst zumindest.


8:30 a.m.: Again, no bakery. I’m on a fruit salad trip with granola. That’s so good.

9:00 a.m.: Breakfast indoor. Bad weather.

10:00 a.m.: Sports

11:00 a.m.: Home work. That‘ s a never ending story, though. Did you know that you can also spend (or rather use up) a lot of time to clean the things you need to clean your house? No? Well, I did a self-experiment. Fact of the morning is over.

1:30 p.m.: Midi indoor. Still gray outside.

2:30 p.m. I check the street. It’s been busy all morning. At grocery store one there were four or five people lined up at all times. If it’s already so crowded there, then it’s really crowded in the supermarket. But I have to go there today. I need TOILET PAPER :-). Here the purchase of toilet paper is actually no problem. Here flour is the most demanded article. France seems to be in a mad baking mania, not to be confused with Bhagwan. Speaking of Bhagwan, I read in the newspaper today that the price of grass has risen by 40 percent and that’s because people like to get stoned here. A few days ago the police in La Turbie caught a big fish: 1.5 tons of canabis. I think the price will continue to rise. Nobody will be spared, I think of the golden strawberries for my Prosecco.

2:40 p.m.: The air on the street is clear now, I go shopping. Fill out the certificate, rubber gloves on, mouth guard on and the full procedure. Fruit and vegetables first. Today, I’m gonna go to grocery store one. The grocer is much cheaper. Let’s see if his strawberries can compete with the „golden berries“.

2:55 p.m.: supermarket. It’s not too crowded, but tight. There are already many people here who feel that all this is idiotic and annoying. They don’t wear a mouth guard, don’t keep their distance and probably find everything else stupid. I stay away from these people.
To my toilet paper. My favorite kind is there, but only this kind. What’s going on there I think? And looking at the price I know it: 7,90 EUR for a package, even if it is an XXL package, which means 8 rolls in it and 28 rolls in it. So now we also have gold plated toilet paper. Toilet paper is also a very special thing in France. Most types are very thin and scratchy. We don’t know anything like that in Germany. I like to make fun of it with Sandar.
A young couple is standing in front of the flour shelf and looking down the tube. The shelf is completely empty. It is, however, also tiny I must say. At the shelf there is only a note hanging lonely, which says that only two bags of flour per customer will be delivered. But I don’t betray my secret flour dealer. This is my baker, by the way.
It takes forever at the checkout because most people have really full shopping carts. Probably they don’t want to go to the supermarket as often as I do.

4:00 p.m.: I sit down on the sofa with my laptop to do some typing. On the side I was fighting with a pigeon, which has been hanging around on our balcony all the time lately. Unfortunately she loses a lot and that unfortunately also always on my balcony. So I scare it away, but it is at least as persistent as I am. Now I’ve had enough of waving something around or throwing a pillow. She’s not even scared of that anymore. What a bitch. I’m thinking, and I have an idea. I’ll tie my ostrich feather duster upright to the railing with a cable tie. And it works. She seems afraid of my new giant bird. At least for now.

Besides, I’ve wanted to write that all along: We have here in the south of France a very famous „MITINHABILITATOR“ to use the funny google translation for the curfew again. Jonny Depp spends the curfew with his son on his estate in Plan-de-la-Tour. He has logged on to Instagram and now and then posts something from his isolation…

Bisous Tonja

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