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Zeitgeist Living Ausgangssperre Tag 38
Curfew Diary

AUSGANGSSPERRE TAG 38

Sieben Uhr irgendwas: Habe ich schon mal erzählt, dass ich ganz oft einen Kaffee ans Bett gebracht bekomme. Das liebe ich. Dann kann ich noch ein bisschen im Bett kuscheln und lesen.

8:45 Uhr: Boulangerie. Wie immer. Ich schaue rüber zum Gemüsemann. Was ist denn da los? Mein Adlerauge erkennt das von Weitem sofort: Das sind Blumenkarren wie ich sie aus dem Großmarkt kenne. Gibts da jetzt Pflanzen oder gar Kräutertöpfe? Ich pirsche mich an. Es sind massenhaft Topfpflanzen. Hortensien, Lavendel, Tomatenpflanzen, Geranien, kleine Olivenstämme und auch Zitronenbäumchen. Tonja im Glück. Sie packen zwar erst aus, aber ich darf mir schon was aussuchen. Ich nehme zwei rote Topfpflanzen für meinen Balkon. Ich habe keine Ahnung wie die Pflanzen heißen und nach dem Preis habe ich auch nicht gefragt. Haben wollen. Aber ich kaufe jetzt auch nicht zu viel, denn wenn in ein paar Wochen meine Blumenfee wieder aufmacht will ich bei ihr auch einiges kaufen. Auf meinem Rückweg starren mich alle Frauen an, beziehungsweise meine Blumen. 😍

9:20 Uhr: Frühstück bei herrlichem Wetter auf dem Balkon. Für mich wieder Obstsalat mit Granola.

10.30 Uhr. Wir hätten jetzt kurz Zeit für den einstündigen Tausendmeter-Spaziergang. Bisschen langweilig ist das schon mit den tausend Metern und ich gebe zu, es nervt mich manchmal.

11:10 Uhr: Wir stoppen nochmal beim Gemüsehändler. Diesmal um Salat zu kaufen und natürlich nehme ich auch ein Schälchen „Goldbeeren“ mit. Ich werde nochmals gefragt, ob ich was bestellen möchte. Das habe ich heute Morgen schon nicht verstanden. Und schüttle wieder den Kopf. Die Verkäuferin gibt sich ganz viel Mühe mir zu beschreiben was sie meint. Kleine weiße Blumen für den Ersten Mai und endlich fällt bei mir der Groschen. Maiglöckchen. In Frankreich ist es Tradition sich zum ersten Mai Maiglöckchen zu schenken. In den Zeitungen wird seit Tagen darauf hingewiesen, dass der Straßenverkauf von Maiglöckchen verboten ist. Da die Blumenläden auch geschlossen haben verkaufen nun die Gemüsehändler also die Maiglöckchen.
Ich habe mir die Tradition von Sandra erklären lassen. Am ersten Mai verkaufen überall auf den Straßen Frauen und Kinder Maiglöckchen und der Mann schenkt seiner Liebsten ein Sträußchen als Glücks- und Liebesgruß. Ich bestelle übrigens kein Sträußchen. Sind die nicht giftig? Wenn der Liebste Dir die Maiglöckchen in die Suppe tut, dann musste also aufpassen.🙈😂

13:30 Uhr: Midi und Kaffe in der Sonne.

14:30 Uhr: Ich bereite mich auf meinen Französischunterricht vor. Schon wieder eine Grammatikstunde. Na das kann ja was geben. Ist aber ganz einfach. In der spontanen Anwendung des Gelernten am Ende der Stunde ist dann aber doch wieder eher rumstammeln angesagt.

16:00 Uhr: Ich mache die Übungsaufgaben und das Quiz direkt nach der Stunde und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Da habe ich schon schlimmere Stunden erlebt.

16:20 Uhr: Ich checke meine E-Mails und sehe eine Mail von DHL Express. Angeblich wurde um 9:53 Uhr versucht ein Paket zuzustellen. Aber es war wohl niemand da. Auf meinem „Attestation“ steht 10:30 Uhr. DHL macht mich echt krank. Es ist immer DHL, der Pakete nicht zustellt und große Pakete einfach ohne Zustellversuch zurückgehen lässt. So viel Dreistigkeit. Zu einer Zeit in der Niemand das Haus ohne einen Passierschein mit Uhrzeitangabe verlassen darf auch noch zu behaupten es wäre niemand da gewesen. Ich hätte nicht übel Lust den Fahrer zu schütteln und ihn zu fragen, wo ich denn wohl gewesen sein soll??? Am Strand vielleicht oder beim Shopping? Ich hab sowas von die Wut. Angeblich soll in fünf Tagen, Express sage ich nur, ein weiterer Zustellversuch erfolgen. Nicht dass ich das Teil brauche, aber das Paket geht nach dem nächsten NICHTZUSTELLVERSUCH wieder zurück. Ich finde das so frech, insbesondere weil die Versandkosten in Frankreich irre hoch sind und von den ganzen Paketen die verschwinden will ich jetzt gar nicht zu sprechen. Und glaubt ja nicht das es Zettel im Briefkasten gibt. Dafür müsste man ja am Lieferort anhalten. Blanke Faulheit, und zwar immer! Nicht wegen Corona, dafür hätte ich durchaus Verständnis.

16:30 Uhr: Hausarbeit und der Tag ist vorbei. Wäscheberge erwarten mich…

Bisous Tonja

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