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Zeitgeist Living Ausgangssperre Tag 40
Curfew Diary

AUSGANGSSPERRE TAG 40

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Tag 40. Ich fasse es nicht. Fast ein Tag zum Feiern. Also, dass wir es fast geschafft haben meine ich natürlich. Lasst uns darauf anstoßen, dass es bald vorbei ist und unsere Disziplin belohnt wird.

8:30 Uhr: Boulangerie fällt heute aus. Obstsalat für alle.

9:20 Uhr: Ganz gemütliches Frühstück auf dem Balkon.

10:00 Uhr: Ich werfe ein Blick aus dem Fenster und stelle fest, dass halb Nizza zum Einkaufen rennt. Tatsächlich sind die Menschen gefühlt alle im Laufschritt unterwegs. Alle wollen wohl schnell wieder nach Hause. Komisch, aber ich empfinde einkaufen ja auch als unangenehm.
Auch vor meinen Bäckereien stehen die Leute an. Obstsalat war eine super Idee. Leider muss ich heute auch noch ein paar frische Sachen besorgen.

11:00 Uhr: Spaziergang. Heute ist es windig und es sind viele Leute unterwegs. Eigentlich sind es ja gar nicht so viele Leute, aber französische Trottoirs sind schmal und so wirken die Straßen halt voll. Einige Jogger weichen dank des wenigen Verkehrs auf die Straße aus, das ist super.
Auf dem Rückweg will ich noch kurz zum Gemüsehändler. Die Leute stehen bis auf die Straße und mir ist die Lust zum Einkaufen vergangen. In der Bäckerei erstehe ich immerhin ein Baguette ohne anstehen.

12:00 Uhr: Ich schreibe an meinem Blogpost, für den ich gestern die Fotos geknipst habe und schaue regelmäßig aus dem Fenster, in der Hoffnung, dass die Schlange beim Gemüsehändler abreißt. Tut sie aber nicht. Nach wie vor stehen die Leute dort Schlange bis auf die Straße.

13:40 Uhr: Endlich ist es so weit und es steht nur noch eine Dame beim Gemüsehändler.

13:50: Das Einkaufs-Anzieh-Prozedre samt Passierschein noch erledigen und dann gehts los. Ein älterer Herr und eine Dame stehen nun beim Gemüsehändler vor mir und es dauert und dauert. Endlich ist die Dame vor mir dran und die Ladeninhaberin sortiert erstmal die Tomaten. Ich brech zusammen, ich muss mich ranhalten, weil ich gleich eine Französichsstunde habe. Ich beschließe erst zum Supermarkt zu gehen. Da bin ich zackig durch und mache, dass ich wegkomme. Ich schaue noch beim „Goldbeeren“-Gemüsehändler vorbei und gebe ein kleines Vermögen für frische Köstlichkeiten aus. Mein Einkaufsverhalten im Supermarkt ist irgendwie gestört. Ich grabsche hektisch was ich brauche und sehe zu, das ich wegkomme. Natürlich vergesse ich dabei grundsätzlich etwas. Meine Gummihandschuhe kleben an den Händen und ich schwitze unter dem Mundschutz und überhaupt es nervt. Geht Euch das auch so? Ich kann den Tag kaum erwarten, an dem das Leben wieder wie früher ist. Ich werde dann sehr dankbar dafür sein, das weiß ich jetzt schon.

15:00 Uhr: Französischunterricht. Der erste Teil ist gut und der zweite dann eine Katastrophe. Aufgaben müssen gelöst werden, in denen die verschiedensten Zeitformen und Konjugationen abgefragt werden. Nichts geht mehr. Das nennt man dann wohl eine Blockade. Ich kann nicht einmal den Sinn der Sätze in der Übungsaufgabe erkennen. Etwas frustrierend und auch die arme Lehrerin tut mir ein bisschen Leid, aber da muss sie nun durch. Ich glaube, sie schläft gleich ein.

16:03 Uhr: Puhh geschafft. Ich brauche meine Badewanne jetzt und ein Buch dazu. Ich habe auf Sandras Empfehlung hin ein Buch von „Peter Mayle“ angefangen: Ich hatte mich logischerweise für „Die Diamanten von Nizza“ entschieden. (*Affiliate Link) Herrlich einfache Kost. Es geht um Frankreich, gutes Essen, Wein und sogar um Diamanten. Genau das was ich jetzt brauche. Danke @fontainedecerier für den Tipp.

17:30 Uhr: Nach dem Baden fühle ich mich wie neu geboren und lass die Konjugationen mal Konjugationen sein.

17:35 Uhr: Meine Blumenfee „Rosebell“ schreibt mir, dass ich Maiglöckchen bestellen kann. Hatte ich nicht groß verkündet, dass ich keinesfalls Maiglöckchen kaufen werde. Ich würde ihr natürlich gerne was abkaufen und hübsche Blumen hätte ich auch gerne. Ich frage, ob ich auch einen hübschen Strauß haben kann. Und jep, ich bekomme nun einen Pfingstrosen Strauß. Wann und wie überlasse ich ihr, ich weiß, dass sie mir einen schönen bunten Strauß zaubern wird. Ich bin schon gespannt.

17:50 Uhr: In der Zeitung stehen auch keine spektakulären Neuigkeiten und dann lese ich lieber weiter in meinem Buch und schreibe meinen Post für morgen fertig.

Bisous Tonja

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