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Zeitgeist Living Ausgangssperre Tag 41
Curfew Diary

AUSGANGSSPERRE TAG 41

(Werbung aus Leidenschaft)

Auf Instagram sehe ich den ganzen Tag nur Mundschutz-Bilder. Apropos Mundschutz: Der Bürgermeister von Nizza hatte ja schon vor einer ganzen Weile die Mundschutzpflicht angeordnet und nun ist es tatsächlich so, dass Deutschland die Pflicht schneller eingeführt hat, als Frankreich. Allerdings meine ich, dass die Pflicht mit der Lockerung ab 11. Mai besiegelt ist.

9:20 Uhr: Oh mein Gott wie lange habe ich geschlafen? Über einen Besuch beim Bäcker muss ich nicht mehr nachdenken. Meine Freundin würde sagen, der Drops ist gelutscht. Es gibt also Obstsalat. Ich bin sowieso zurzeit mehr auf Obstsalat als auf Croissants.

10:00 Uhr: Ich veröffentliche meinen Post, für den ich letztens die Bilder gemacht habe. Ich weiß, das Viele Werbung in der jetzigen Zeit nervig und sogar unangemessen finden, aber ich hatte selbst lange ein Geschäft und es ist mir wirklich wichtig auf kleine Geschäfte aufmerksam zu machen und an #shoplocal zu erinnern. Und natürlich ist es mir wichtig, dass befreundete Geschäfte diese Zeit gut überstehen. Nicht das ich glaube, das es den Großen zurzeit leicht fällt, aber da gibt es auch einige Unternehmen, die nicht mal Steuern in Deutschland zahlen. Und Sorry, aber die Steuereinkünfte wird Deutschland demnächst dringend brauchen. Das ist ein Punkt, der viel Wichtigere Punkt ist aber doch der, dass eine Innenstadt ohne Geschäfte ja auch nichts ist, oder? Das durften wir ja nun testen und ohne Restaurants ist auch doof, oder? Oh wie mir das fehlt.

10:20 Uhr: Frühstück auf dem Balkon in der Sonne.

11:00 Uhr: Einmal aufrödeln für den Spaziergang und natürlich ein „Attestation“ ausfüllen. Es ist wieder relativ voll und ich sehe auf der Promenade jemanden auf einer Bank sitzen, der aber auch schon von der Polizei kontrolliert wird.
Ich bin gespannt, was nach dem 11. Mai alles gelockert werden wird. Ob die Promenade wieder freigegeben wird? Ob wir wieder zum Strand runter dürfen? Ob ich Sandra besuchen darf? Sie wohnt in einem anderen Departement und es gibt Gerüchte, die besagen, dass die Franzosen selbst für ihren Urlaub in den Sommerferien ihr Department nicht verlassen dürfen. Ohh Mann, vermutlich darf ich dann auch nicht nach Saint Tropez, um dort am Strand spazieren zu gehen. Da wäre ich schon sehr, sehr traurig. Andererseits nutzt das ganze Gejammer ja auch nichts. Man vergisst so leicht, warum dies alles tun: Um uns selbst zu schützen vor einer Krankheit, die schon so viele Menschenleben gekostet hat und natürlich auch um den Anderen zu schützen. Insbesondere Diejenigen, die zu den Risikogruppen gehören. Soviel Solidarität sollte schon sein.

12:00 Uhr: Logisch, dass ich noch ein paar Goldbeeren kaufe, oder? Außerdem ist mein Granola alle und ich decke mich mit Nüssen ein.

13:00 Uhr: Midi und ein Mäuschen auf dem Balkon.

13:50 Uhr: Ich verziehe mich in die Küche und backe einen Kuchen. Für das Granola reicht meine Küchendienst-Lust nicht mehr aus. Das ist morgen oder später dran.

15:30 Uhr: Kein Unterricht heute, aber ich sollte dringend lernen und habe sowas von keine Lust. Ich gehe lieber mit meinem schönen „Peter Mayle“ Buch baden.

17:00 Uhr: In der Zeitung lese ich, dass der Bürgermeister von Nizza ab dem 11. Mai für einen Monat einen Test für „Fahrrad-Straßen“ starten will. Einige Straßen sollen für den Autoverkehr gesperrt und zu Fahrradwegen werden. Die blauen Fahrräder sollen in der Zeit umsonst sein. Ich finde das super. Man lernt aus dieser Zeit anscheinend. Allerdings finden das nicht alle Einwohner Nizzas gut, wie ich den Kommentaren entnehmen kann. Ein Problem hat das Fahrrad fahren in Nizza allerdings und das ist auch der Grund warum mein Fahrrad im Keller versauert: Man kann sein Fahrrad nicht eine Minute aus den Augen lassen. Es wird alles in Sekundenschnelle geklaut, was man einstecken kann. Selbst den Sattel muss man mitnehmen.

17.03 Uhr: Wenn ich alles richtig verstanden habe, wird am Dienstag bekannt gegeben, wie es nach dem 11. Mai weitergehen wird.


(Advertising out of passion)

On Instagram I only see mouth protection pictures all day long. Apropos mouth protection: The mayor of Nice had ordered the compulsory wearing of mouth protection quite a while ago and now it’s really the case that Germany has introduced the duty faster than France. However, I believe that the duty is sealed with the relaxation from 11 May.

9:20 a.m.: Oh my god how long did I sleep? I no longer have to think about a visit to the baker. My girlfriend would say that the drop was sucked. So there’s fruit salad. I’m more on fruit salad than croissants these days anyway.

10:00 a.m. I publish my post, for which I took the pictures the other day. I know that a lot of people find advertising annoying and even inappropriate these days, but I had a business myself for a long time and it’s really important to me to draw attention to small businesses and remind people of #shoplocal. And of course it is important to me that friendly shops survive this time well. Not that I think it’s easy for the big ones at the moment, but there are also some companies that don’t even pay taxes in Germany. And I’m sorry, but Germany is going to need this tax revenue badly in the near future. That’s one point, but the more important point is that a city centre without shops is nothing, isn’t it? We were allowed to test that and without restaurants is also stupid, isn’t it? Oh how I miss that.

10:20 am: Breakfast on the balcony in the sun.

11:00 a.m.: Getting ready for the walk and of course filling out an „Attestation“. It is relatively crowded again and I see someone sitting on a bench on the promenade, but he is already controlled by the police.
I am curious what will be loosened after 11 May. Whether the promenade will be released again? If we will be allowed to go back down to the beach? If I can visit Sandra? She lives in another department and there are rumours that the French are not allowed to leave their department even for their summer holidays. Ohh man, I probably won’t be allowed to go to Saint Tropez to walk on the beach then either. I would be very, very sad. Then again, all this whining is useless. It is so easy to forget why we do all this: to protect ourselves from a disease that has already cost so many lives and of course to protect the other person. Especially those who belong to the risk groups. So much solidarity should be.

12:00 noon: Logical that I buy some more golden berries, right? Besides, I’m out of granola and I’m stocking up on nuts.

1:00 p.m.: Midi and a mouse on the balcony.

1:50 p.m. I go to the kitchen and bake a cake. For the granola, my kitchen duty is no longer enough. That’s tomorrow or later.

3:30 p.m.: No class today, but I really need to study and I am so not in the mood for it. I prefer to take a bath with my beautiful „Peter Mayle“ book.

5:00 p.m.: I read in the newspaper that the mayor of Nice wants to start a test for „bicycle roads“ for one month starting on May 11th. Some roads will be closed for car traffic and will become cycle paths. The blue bicycles will be free of charge during this time. I think that’s great. Apparently you learn from this time. But not all inhabitants of Nice like it, as I can see from the comments. But there is one problem with cycling in Nice and that’s the reason why my bike goes stale in the cellar: you can’t let your bike out of your sight for a minute. Everything is stolen within seconds that can be plugged in. Even the saddle has to be taken along.

05.03 p.m.: If I have understood everything correctly, it will be announced on Tuesday how it will go on after 11 May.

translated with DeepL (free version)

Bisous Tonja

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