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Curfew Diary

AUSGANGSSPERRE TAG 43

(Werbung aus Leidenschaft)

8:30 Uhr: Es regnet nicht, es schüttet. Ich bin gestern Abend nochmal aus dem Bett gehüpft, um meine Wäsche rein zu holen. Das war eine sehr gute Idee. Als ich heute Nacht wach geworden bin, hat es so was von geschüttet.

9:00 Uhr: Frühstück drinnen. Es schüttet immer noch.

9:30 Uhr: Ich mache meine Französisch-Hausaufgaben.

10:00 Uhr: Es hat aufgehört zu regnen. Ein guter Zeitpunkt um einkaufen zu gehen. Ich habe mich nur kurz umgedreht und es schüttet schon wieder. Dann halt nicht. Ich gehe baden.

12:30 Midi. Immer noch drinnen.

13:30 Uhr: Ich mache nochmal ein Granola. Das kommt hier richtig gut an.

14:30 Uhr: Meine Blumen Dealerin des Vertrauens schreibt mir, dass ich kommen kann, wann ich möchte. Mittlerweile scheint draußen die Sonne. Mundschutz an und los.

14:40 Uhr: Ich bin bei „Rose-Belle“ (ich berichtete hier) und lasse mir einen Strauß mit Pfingstrosen zaubern. Julie erzählt mir, dass es im Großmarkt zurzeit nicht viel Auswahl gibt und es schwer ist Blumen zu bekommen. Dafür zaubert sie mir einen wunderschönen Strauß. Und es gibt Maiglöckchen, über den Brauch hatte ich vor ein paar Tagen schon berichtet.

14:50 Uhr: Nebenan kaufe ich bei einem Gemüsehändler noch ein bisschen Obst und dann ab nach Hause.

16:00 Uhr: Französischunterricht. Der Lehrer legt rasend schnell los. Ich verstehe nur Bahnhof. Ich bitte ihn etwas langsamer zu sprechen und er lacht. Er sagt, ich würde so gut sprechen, er hätte gedacht ich würde ihn verstehen. Ha ha so ein Schleimer. Wir haben eine super Stunde und er lobt am Ende nochmals meine Aussprache, darüber freue ich mich ein bisschen.

17:03 Uhr: Eine Nachricht von Sandra zur aktuellen Situation. Die Nachrichten wie es nach dem 11. Mai weitergehen wird sind raus und ich stürze mich auf die Zeitung:
Das schlimmste zuerst: Die Strände bleiben mindestens bis 1. Juni geschlossen.
Privatpersonen dürfen Ausflüge bis maximal 100 Kilometer unternehmen. Frankreich darf nicht durchquert werden, um in sein Feriendomizil zu gelangen.
Wir dürfen uns ab dem 11. Mai wieder ohne Passierschein frei bewegen.
Das Tragen von Masken wird empfohlen, ist aber in öffentlichen Verkehrsmitteln etc. Pflicht.
Die Rückkehr in die Schulen wird schrittweise erfolgen und ist teilweise auch freiwillig.
Alle Lebensmittel-Märkte dürfen wieder öffnen, sowie auch alle Geschäfte außer Cafés und Restaurants. Einkaufszentren stehen noch auf wackligen Beinen. Kinos, Theater und große Museen bleiben geschlossen und alle Großveranstaltungen sind abgesagt, wie in allen anderen Ländern auch. Nur der Präsident mit dem gelben Haar sieht das ja alles etwas anders. Der trinkt bestimmt schon seit einigen Jahren heimlich Desinfektionsmittel.
Das sind nun erstmal die wichtigsten Fakten.
Ich bin ein bisschen traurig über die 100 km Regelung und die gesperrten Strände, denn bis zu Sandra @fontainedecerier sind es 280 km. Ein kleiner Trost bis Saint Tropez sind es 99,6 km.

Ich lasse das nun alles erstmal sacken, denn ändern lässt es sich ja nicht und das wird ja auch nicht erlassen, um uns zu ärgern. Schließlich wollen wir gesund bleiben und unsere Lieben schützen.


(Advertising out of passion)

8:30 a.m.: It’s not raining, it’s pouring. I hopped out of bed again last night to get my laundry in. That was a very good idea. When I woke up last night, it was pouring.

9:00 a.m.: breakfast inside. It’s still pouring.

9:30 a.m.: I do my French homework.

10:00 a.m.: It stopped raining. A good time to go shopping. I just turned around and it’s pouring again. Then don’t. I’m going for a swim.

12:30 p.m.: Midi. Still inside.

1:30 p.m.: I make another granola. It’s going down really well here.

2:30 p.m.: My florist of confidence tells me I can come in whenever I want. Meanwhile the sun is shining outside. Mouth guard on and off.

2:40 p.m.: I am at „Rose-Belle“ (I reported here) and have a bouquet of peonies conjured up. Julie tells me that there is not much choice at the wholesale market at the moment and that it is difficult to get flowers. Therefore she conjures a beautiful bouquet for me. And there are lilies of the valley, I already reported about this custom a few days ago.

2:50 p.m.: Next door I buy some fruit from a greengrocer and then I go home.

4:00 p.m.: French lessons. The teacher starts quickly. I can only understand the station. I ask him to speak a little slower and he laughs. He says I speak so well, he thought I understood him. Ha ha such a slime. We have a great lesson and at the end he praises my pronunciation again, I am a bit happy about that.

5:03 p.m.: A message from Sandra about the current situation. The news how it will go on after the 11th of May are out and I throw myself on the newspaper:
Worst first: The beaches will be closed at least until June 1st.
Private persons are allowed to make excursions up to a maximum of 100 kilometres. People are not allowed to cross France to reach their holiday home.
From 11 May, we will be able to move freely again without a pass.
The wearing of masks is recommended, but is prohibited on public transport etc. compulsory.
The return to the schools will be gradual and is partly voluntary.
All food markets will be allowed to reopen, as well as all shops except cafés and restaurants. Shopping centres are still on shaky ground. Cinemas, theatres and large museums will remain closed and all major events are cancelled, as in all other countries. Only the president with the yellow hair sees it all a bit different. He must have been secretly drinking disinfectant for several years.
These are the most important facts for now.
I am a little bit sad about the 100 km regulation and the closed beaches, because up to Sandra @fontainedecerier there are 280 km. A small consolation to Saint Tropez it is 99,6 km.

I let all this sink for the time being, because it cannot be changed and it is not issued to annoy us. After all we want to stay healthy and protect our loved ones.

translated with DeepL (free version)

Bisous Tonja

2 Comments

  • Ute
    28. April 2020 at 22:19

    Liebe Tonja, deinen Blog lese ich gerne und bekomme so ein wenig mit, wie es euch in Frankreich aktuell geht. In Deutschland sind die „Einschränkungen“ aus meiner Sicht gut zu meistern. Klar, es fehlt der Kontakt zu Familie und Freunden und der gemeinsame Besuch eines Restaurants oder eines Cafés – wir werden das trotzdem schaffen. Wir dürfen an die Luft und halten uns an die Kontaktsperre. Der Urlaub wird auf Balkonien verbracht und wir hoffen, dass unsere Lieben gesund bleiben…und in naher Zukunft das Leben wieder ganz normal gelebt werden kann. Ich hoffe, dass du recht bald deine Freundin besuchen kannst ☺. Alles Gute und Gesundheit für dich und deine Familie wünscht dir Ute.

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    • Tonja
      28. April 2020 at 22:34

      Hallo Ute, vielen Dank für Deine lieben Worte. Wir wissen ja wofür wir dies alles tun. Für uns, für unsere Lieben und auch für alle Anderen und deshalb kann ich es auch gut ertragen. Hoffentlich bald – haben wir alle dies Überstanden. Herzliche Grüße Tonja

      Reply

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