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Zeitgeist Living Ausgangssperre Tag 48
Curfew Diary

AUSGANGSSPERRE TAG 48

(Werbung aus Leidenschaft)

8:30 Uhr: Sonntags gibt es Croissants, habe ich beschlossen. Ich werfe einen Blick aus dem Fenster: Riesenschlange beim Bäcker mit den Super Croissants und mittendrin mehrere Polizisten, die auch warten müssen. Das ganze sieht von Weitem wie eine Polizei-Kontrolle aus, was die Menschen auf der Straße etwas irritiert, dabei wollen alle nur die leckeren Croissants. Ich werde mich dort heute nicht anstellen. Wenn ich dran bin sind die Croissants wahrscheinlich längst aus. Ich habe noch ein paar von den Super-Croissants eingefroren und backe sie auf.

9:30 Uhr: Frühstück im Kleidchen auf dem Balkon bei schönstem Sonnenschein.

10:30 Uhr: Wir brechen zu unserem erlaubten Tausend Meter-Spaziergang auf. Tausend Meter in die eine Richtung und dann nochmal in die andere Richtung. Ich sags Euch, ich bin froh, wenn das vorbei ist. Auf der Promenade wäre deutlich mehr Platz, für Jogger und Fußgänger, aber es ist wie es ist und die Franzosen sind nun mal undiszipliniert. Was man alles so sieht. Ein Beispiel: ein Auto hält mitten auf der dreispurigen Straße an der Prom, der Fahrer steigt aus und geht auf die Promenade und guckt ein bisschen doof in der Gegend rum. Total cool, hat dann aber auch 135 Euro kostet.

12:00 Uhr: Küchendienst. Momentan verbringe ich ganz schön viel Zeit in der Küche und ich gebe zu, dass mich das manchmal richtig nervt. Das mit der perfekten Hausfrau wird halt bei mir nix. Aber es beruhigt mich, das ich von vielen weiß, das es ihnen genauso geht. Ich höre bei der Hausarbeit gerne Hörbücher via Bookbeat. (Über Bookbeat berichtete hier hier) Seit neuestem gibt es Bücher von „Martin Suter“ auf Bookbeat. Auch die „Almen“ Bücher. Super, jetzt habe ich wieder Hör-Stoff. Ich habe heute zur Einstimmung direkt mit „Der letzte Weynfeldt“ von „Martin Suter“ begonnen. Die Verfilmungen der Almen-Reihe mit „Heino Ferch“ finde ich übrigens auch echt gelungen.

13.00 Uhr: Midi und faulenzen in der Sonne auf dem Balkon, allerdings nur kurz – es ist zu heiß in der Mittagssonne.

14:30 Uhr: Ich mache mich endlich an die Mundschutz-Masken, die ich die ganze Zeit schon nähen wollte. Viele werden es nicht, weil mir das Gummiband ausgeht. Da muss ich wohl mal zu dem Stoffladen, von dem ich weiß, dass er wieder geöffnet hat. Und weil ich nun im Nähfieber bin, nähe ich Quasten an meinen Lieblingskaftan, die leider gerne abfallen.

17:30 Uhr: Wir wollen noch eine Kleinigkeit bei einem italienischen Feinkostladen kaufen und spazieren dahin. Der Laden hat allerdings zu. Sonntags bis 13:00 Uhr. Ups, das heute Sonntag ist, hatte ich vergessen. Immerhin sind wir so noch in den Genuss eines kleinen Spaziergangs gekommen.

18:00 Uhr: In der Zeitung lese ich was nun ab dem 11. Mai tatsächlich erlaubt sein wird und was nicht. Es gab die letzten Tage die wildesten Spekulationen zu Thema. Die Regierung hat das Land in Pandemiezonen eingeteilt die durch die Farben Rot, Orange und Grün bestimmt werden. Die meisten Lockerungen gibt es in den Orten und Departments die aufgrund niedriger Infektionszahlen mit grün gekennzeichnet werden. (Ich drücke es mal so grob und unfachmännisch aus, es ist mit Sicherheit komplizierter.) Große Diskussionen gab es um die 100 km und ob sie nur für grün gelten. Gott sei Dank gelten die 100 km ab dem 11. Mai für alle Farb-Bereiche. Alle kleinen und normalgroßen Geschäfte werden wieder eröffnen außer Einkaufszentren, das entscheiden die Präfekten. Und auch hier werden die Friseure wieder öffnen. Außerdem öffnen Bibliotheken und kleinere Museen. Ein bisschen wie in Deutschland.

18:05 Uhr: Ich lese von einem Platz, an dem man Lebensmittel abstellen kann, die dann an Hilfsbedürftige verteilt werden. Das ist leider am anderen Ende der Stadt, da komme ich nicht hin, insbesondere wegen der tausend Meter. Schade. Ich habe vorhin noch einen älteren Herrn nach Lebensmitteln in einem Abfalleimer eines Gemüsehändlers suchen sehen. Das tut mir so leid. Mal schauen vielleicht gibt es noch mehr solcher Stellen.

18:10 Uhr: Außerdem lese ich endlich von einer Plattform, auf der man von seinen Lieblingsrestaurants Gutscheine kaufen kann, um sie zu unterstützen. Das Internet rast sich hier gerade zu Tode und deshalb muss ich mir das später oder am besten heute Nacht anschauen.


(advertising with passion)

8:30 a.m. On Sundays we have croissants, I decided. I take a look out of the window: huge queue at the bakery with the super croissants and in the middle of it all several policemen who also have to wait. The whole thing looks from a distance like a police control, which irritates the people on the street a little bit, but they all just want the delicious croissants. I will not queue up there today. By the time it’s my turn, the croissants will probably be long gone. I’ve frozen some of the super croissants and baked them.

9:30 a.m.: Breakfast in a dress on the balcony in the sunshine.

10:30 a.m.: We set off for our permitted thousand meter walk. A thousand meters in one direction and then again in the other direction. I tell you, I’ll be glad when this is over. On the promenade there would be much more space, for joggers and pedestrians, but it is as it is and the French are undisciplined. The things you see. An example: a car stops in the middle of the three-lane road at the Prom, the driver gets out and goes to the promenade and looks a little stupid around. Totally cool, but then it cost 135 euros.

12 noon: kitchen service. At the moment I spend a lot of time in the kitchen and I admit that sometimes it really gets on my nerves. The idea of the perfect housewife just won’t work for me. But it reassures me that I know from many people that they feel the same way. I like to listen to audio books via Bookbeat while I’m doing my housework. (About Bookbeat reported here) Recently there are books by „Martin Suter“ on Bookbeat. Also the „Almen“ books. Great, now I have audio material again. Today I started with „The Last Weynfeldt“ by Martin Suter to get into the right mood. The film adaptations of the Almen series with „Heino Ferch“ are also really successful.

01.00 p.m.: Midi and lazing in the sun on the balcony, but only for a short time – it’s too hot in the midday sun.

2:30 p.m.: I finally start to sew the masks I wanted to make all the time. Many won’t because I run out of elastic. So I have to go to the fabric shop that I know is open again. And because I am now in sewing fever, I sew tassels on my favourite caftan, which unfortunately like to fall off.

5:30 p.m.: We want to buy a little something at an Italian delicatessen and walk there. But the shop is closed. Sundays until 13:00 o’clock. Oops, today is Sunday, I had forgotten. At least we still got the pleasure of a little walk.

6:00 p.m.: I read in the newspaper what will be allowed from 11 May on and what not. There have been the wildest speculations on the subject over the last few days. The government has divided the country into pandemic zones which are defined by the colours red, orange and green. Most of the loosening is in the towns and departments that are marked green due to low infection rates. (To put it so crudely and unprofessionally, it is certainly more complicated). There were big discussions about 100 km and whether they only apply to green. Thank God the 100 km are valid for all colour ranges from 11 May. All small and normal sized shops will open again except shopping centres, that is up to the prefects. And hairdressers will reopen here too. Libraries and smaller museums will also open. A bit like in Germany.

6:05 p.m.: I read about a place where you can put food that will be distributed to people in need. Unfortunately that’s at the other end of the city, I can’t get there, especially because of the thousand meters. A pity. I saw an elderly gentleman earlier looking for food in a garbage can at a greengrocer’s. He was looking for a few days ago. Oh, I’m so sorry. Let’s see if there are any more places like that.

6:10 pm: I also finally read about a platform where you can buy vouchers from your favourite restaurants to support them. The internet is racing to death here right now and so I have to watch it later or preferably tonight.

translated with DeepL (free version)

Bisous Tonja

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