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Zeitgeist Living Ausgangssperre Tag 54
Curfew Diary

AUSGANGSSPERRE TAG 54

(Werbung aus Leidenschaft)

07:30 Uhr: Wochenende – wieder zu zweit. Ich schaue aus dem Fenster wie es beim Bäcker aussieht. Nichts los. Ich flitze rüber und kaufe sechs Stück von den Super-Croissants. Keine Angst tausendzweihundert Kalorien am Morgen in Form von Croissants sind nicht drin, vier von den Croissants werden eingefroren.

07:40 Uhr: Ich hüpfe mit Kaffee wieder ins Bett. Herrlich.

09.30 Uhr: Frühstück mit Sonnenschein auf dem Balkon.

10:00 Uhr: Wir machen uns fertig, was bei meinem Freund bedeutet, dass er schon die „Attestations“ ausfüllt und bei mir, dass ich die Mundschutzmasken einpacke. Wir wollen heute zu „Dasi Frères“ dem süßen Kaffee-laden, über den ich letztens berichtet habe und bei dem ich Online dummerweise gemahlen Kaffee statt Kaffeebohnen bestellt hatte. Ich durfte meine falsche Bestellung ja umtauschen.

10:50 Uhr: Bei Dasi klappt alles wie am Schnürchen, meine Lieblingsverkäuferin ist auch da und bringt den Laden auf Vordermann.

11:00 Uhr: Überall in der Stadt, putzen die Leute ihre Läden und schrubben davor die Böden. Ich bin gar nicht sicher, ob sie die wohl desinfizieren müssen? Keine Ahnung, vielleicht machen sie auch einfach nur mal richtig sauber. Jedenfalls haben alle haben gute Laune, grüßen und freuen sich auf Montag. Ich mich auch!

11:30 Uhr: Ich gehe noch kurz bei meinem Lieblingsblumenladen vorbei und gebe dort zwei waschbare Mundschutzmasken ab. Wir haben mittlerweile aus Deutschland genügend für uns besorgen können und sogar noch welche um zu teilen. Dafür bekomme ich ein paar Pfingstrosen geschenkt. Das war nicht nötig, aber ich freue mich natürlich riesig darüber. Bei mir zu Hause sieht es jetzt wie im Blumenparadies aus.

11:50 Uhr: In der Boulangerie Nr. 2 hatte ich gestern noch einen „Tarte aux Fraises“ bestellt, den hole ich noch ab und nehme dazu ganz französisch noch ein Baguette Tradition. Die mag ich am liebsten.

13:00 Uhr: Midi und Kaffee auf dem Balkon.

13:30 Uhr: Ich chille in der Sonne auf dem Balkon.

14:30 Uhr: Kleiner Check aus dem Fenster beim Gemüsehändler, ich brauche noch ein paar Dinge für das Abendessen. Die Luft ist rein und ich rödele mich auf und flitze rüber. Ganz schön leer gefegt das Lädchen. Leider bekomme ich nicht alles für mein Abendessen, aber immerhin das Wichtigste ist da. Das Einkaufen bei diesem Gemüsehändler ist eine gute Sprachübung für mich, weil man dem Händler zuruft was man haben möchte. Manchmal lacht er mich auch aus. Verdient, übrigens. Das Einkaufen auf Zuruf hat auch den Vorteil, dass die Produkte nicht angegrabscht worden sind und der Händler kann sich so natürlich auch gut schützen, er ist schon etwas älter.

15:30 Uhr: Kaffeepause auf dem Balkon

16:00 Uhr: Ich packe mein neues Objektiv aus, dass ich mir schon im März gegönnt hatte. Nun habe ich es endlich bekommen. Ich hatte es mir aus Sicherheitsgründen nicht nach Frankreich senden lassen, weil hier doch recht viele Pakete wegkommen, insbesondere Elektroartikel. Nachdem dann auch noch die französischen Lieferdienste ihre Arbeit eingestellt hatten, war ich um so glücklicher, dass ich es in Sicherheit wusste. Morgen werde ich das Objektiv ausgiebig testen.

17:00 Uhr: In der Zeitung gibt es nicht viel Neues zu lesen. Alles dreht sich um die Lockerungen. Es geht um Vorfreude, aber auch um Ungerechtigkeiten, die dringend geklärt werden müssen.
Es heißt ja, dass auch Hotels wieder öffnen werden und ich habe auch gelesen, dass man innerhalb seiner 100 km ein paar Tage Urlaub machen darf. Aber was viele interessiert: Ausländer, aber auch Pariser, die hoffen in ihre Häuser an der Côte d’Azur fahren zu dürfen, müssen sich noch gedulden.


(advertising with passion)

07:30 a.m.: Weekend – again as a couple. I look out of the window and check how it looks like at the bakery. Nothing going on. I run over and buy six pieces of the super croissants. Don’t worry a thousand two hundred calories in the morning in the form of croissants are not in there, four of the croissants will be frozen.

7:40 a.m.: I jump back in my bed with coffee. Lovely.

09:30 a.m.: Breakfast with sunshine on the balcony.

10:00 a.m.: We get ready, which means for my boyfriend that he already fills out the „Attestations“ and for me that I pack the face masks. Today we want to go to „Dasi Frères“, the sweet coffee shop I reported about recently, where I stupidly ordered ground coffee instead of coffee beans online. I was allowed to exchange my wrong order.

10:50 a.m.: At Dasi, everything works perfectly, my favourite saleswoman is also there and gets the shop in shape.

11:00 a.m.: All over the city, people are cleaning their shops and scrubbing the floors in front of them. I’m not sure if they have to disinfect them. I don’t know, maybe they’re just gonna clean it up. Anyway, everyone is in a good mood, saying hello and looking forward to Monday. Me too!

11:30 a.m.: I stop by my favourite flower shop and hand in two washable masks. Meanwhile we have got enough for us from Germany and even some more to share. In return I get a few peonies as a present. That was not necessary, but I am of course very happy about it. At my home it looks like a flower paradise now.

11:50 a.m.: Yesterday, I ordered a „Tarte aux Fraises“ at Boulangerie No. 2. I’ll pick it up and have a traditional French baguette. I like them best.

01:00 p.m.: Midi and coffee on the balcony.

1:30 p.m.: I chill in the sun on the balcony.

2:30 p.m.: Small check out of the window at the greengrocer, I need some more things for dinner. The air is clear and I get myself up and flit over. The shop is pretty empty. Unfortunately I don’t get everything for my dinner, but at least the most important things are there. Shopping at this greengrocer’s is a good language exercise for me, because you tell the grocer what you want. Sometimes he laughs at me, too. Deserved, by the way. Shopping on call also has the advantage that the products have not been touched and the dealer can protect himself, he is a bit older.

3:30 p.m.: Coffee break on the balcony

4:00 p.m.: I unpack my new lens that I had already treated myself to in March. Now I have finally got it. For security reasons, I didn’t have it sent to France, because a lot of parcels get lost here, especially electrical goods. After the French delivery services had stopped working, I was even happier that I knew it was safe. Tomorrow I will test the lens extensively.

5:00 p.m.: There is not much news to read in the newspaper. Everything revolves around the loosening. It’s about anticipation, but also about injustices that urgently need to be resolved.
It is said that hotels will also open again and I also read that you can take a few days holiday within your 100 km. But what interests many people: Foreigners, but also Parisians who hope to go to their houses on the Côte d’Azur, have to be patient.

Bisous Tonja

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