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Lockerungen Tag 17
Curfew Diary

LOCKERUNGEN TAG 17 & DAS KLEID

(Werbung aus Leidenschaft)

Ein sehr merkwürdiger Tag neigt sich dem Ende. Irgendwie wollte nichts so richtig klappen, aber so total daneben war alles auch wieder nicht.

Angesagt war für heute sonniges Wetter. Als ich aufgewacht bin, war es grau und die Wetter-App hatte es sich über Nacht auch anders überlegt. Warm war es trotzdem, aber ich wollte eine dicke Decke waschen und die trocknet halt am besten, wenn die Sonne drauf knallt. Das habe ich also schon mal vertagt.
Aber mein Zettel für heute war ja lang genug und die Arbeit darauf reicht auch für drei Tage. Man ist ja blöd, oder?

Als Erstes hatte mir Sandra erzählt, dass sie auch das Kleid haben möchte, das ich mir bei H&M bestellt hatte. Ich wollte eigentlich nur ein einfarbiges Kleid für Fotos haben. Ich habe wirklich nur bunte Kleider. Bis wir ausbaldowert hatten, welche Größe sie braucht, waren die Kleider überall ausverkauft. In Frankreich, in der Schweiz und auch in Deutschland. Menno. In der Filiale in Nizza anrufen kann man auch nicht.
Also habe ich meinen Zettel, Zettel sein lassen und bin in die Stadt gerannt. Ich wollte unbedingt früh bei H&M (Asch E M – wie der Franzose sagt) sein, weil mir viele Menschen in Geschäften immer noch unheimlich sind. Ich hätte sie gerne mit Beute überrascht, aber leider gab es das Kleid dort auch nicht. Also wenn jemand bei H&M dieses weiße Kaftan-Kleid, das ich auf dem Bild anhabe in Größe S sieht: KAUFEN!

Als ich zurück war, war der Morgen schon ordentlich vorangeschritten. Und, weil ich nun mal bin wie ich bin und an meinem Zettel hänge, habe ich mich sofort danach in die Arbeit gestürzt und Dinge in den Keller geschleppt. Allerdings mit so einem kleinen französischen Fahrstuhl.
Einkaufen stand auch auf der Liste. Der Gemüsehändler macht ja neuerdings um 15:00 Uhr zu, dachte ich zumindest. Heute hat er mal Mittagspause gemacht. Diese lapidaren Öffnungszeiten von Franzosen sind für uns Deutsche echt schwierig. Mal so, mal so und manchmal auch gar nicht und dann auch ohne Zettel. C’est normal. Aber generell sollte jeder bedenken, der in Frankreich Urlaub macht, dass hier noch Mittagspause herrscht. Ich bin jetzt beleidigt und gehe mindestens für drei oder zumindest für zwei Tage nicht mehr hin.😂😂

Dann hatte ich Französischunterricht und der war heute mal wieder grauenvoll. Ich habs echt nicht gerafft. Die Lehrerin konnte mir auch nicht so richtig weiterhelfen. Manche Lehrer können dann irgendwie auf einen Idiotenmodus schalten und andere nicht. Meine heutige Lehrerin hat den Schalter bei mir nicht gefunden. Na ja wenigstens haben wir gelacht, obwohl ich nach solchen Stunden heulen könnte, weil ich immer denke, dass man so blöd doch gar nicht sein kann. Gott sei Dank beruhigt Sandra mich immer und erzählt mir wie es bei ihr war und sie hat sogar mit einem Franzosen zusammengelebt.

Nach dieser Stunde habe ich mir gedacht ich brauche unbedingt ein Erfolgserlebnis. Was vom Zettel streichen zum Beispiel. Ich habe meine gesamten Winterklamotten aus dem Schrank gezerrt und alle meine Sommerkleider hervorgeholt. Marie Kondo wäre diesmal vielleicht nicht das so stolz auf mich gewesen. Bei jedem Kleid habe ich gefragt: Tonja brauchst du dieses Kleid wirklich? Und ich habe jedes Mal „ja natürlich, was für eine blöde Frage“ gesagt.😂😂

So nun ist alles wieder eingeräumt, vom Zettel gestrichen und mir geht es wieder gut. Über den Salat, den ich nicht habe schmolle ich heute Abend aber noch.


(Advertising with passion)

A very strange day is coming to an end. Somehow nothing really wanted to work out, but it wasn’t all that bad.

The forecast for today was sunny weather. When I woke up it was grey and the weather app had changed its mind overnight. It was warm anyway, but I wanted to wash a thick blanket and it dries best when the sun hits it. So I postponed that already.
But my note for today was long enough and the work on it is enough for three days. One is stupid, right?

The first thing Sandra told me was that she also wanted a dress that I had ordered from H&M. All I really wanted was a monochrome dress for photos. I really only have colourful dresses. By the time we had worked out what size she needed, the dresses were sold out everywhere. In France, in Switzerland and also in Germany. Oh my god. You can’t call the branch in Nice either.
So I left my note, note, note and ran into the city. I really wanted to be at H&M (Asch E M – as the Frenchman says) early because many people in shops still give me the creeps. I would have liked to surprise them with loot, but unfortunately the dress was not available there either. So if somebody at H&M sees this white caftan dress I’m wearing on the picture in size S: BUY!

By the time I got back, the morning was already well underway. And, because I am who I am and because I’m attached to my note, I threw myself into work immediately afterwards and dragged things into the cellar. But with a little French elevator.
Shopping was also on the list. The greengrocer closes at 15:00 o’clock, at least I thought so. Today he had a lunch break. These lapidary opening hours of French people are really difficult for us Germans. Sometimes like this, sometimes not at all and then also without a note. C’est normal. But in general everybody who is on holiday in France should consider that there is still a lunch break here. Now I am offended and don’t go there for at least three or at least two days. 😂😂

Then I had french lessons and today it was terrible again. I really didn’t get it. The teacher couldn’t really help me either. Some teachers can somehow switch to idiot mode and others not. My teacher today didn’t find the switch on me. Well, at least we laughed, although I could cry after such lessons, because I always think that you can’t be that stupid after all. Thank God Sandra always calms me down and tells me how it was with her and she even lived with a Frenchman.

After this hour I thought to myself that I really need a sense of achievement. For example, to delete something from a piece of paper. I pulled all my winter clothes out of the closet and took out all my summer clothes. Marie Kondo might not have been so proud of me this time. With every dress I asked: Tonya, do you really need this dress? And I said „yes of course, what a stupid question“ every time.😂😂

So now everything is put away again, crossed off the slip of paper and I am fine again. About the salad, which I don’t have, I’m still sulking tonight.

translated with DeepL (free version)

Bisous Tonja

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