Curfew Diary

LOCKERUNGEN TAG 7

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(Werbung aus Leidenschaft)

Mein Tag war höchst langweilig und deshalb erspare ich euch auch meinen Tagesablauf. Außerdem hat es den ganzen Tag geregnet und ich habe viel Zeit in der Küche und vor dem Rechner verbracht. Gestern hatten wir noch kurz darüber nachgedacht vielleicht nach Saint Tropez zu fahren, aber wir waren uns dann auch einig darüber, dass es am ersten Wochenende mit geöffneten Stränden voll sein könnte. Wir wollen mal in der Woche rüberfahren.

In der Zeitung habe ich gerade gelesen, dass Uber heute 3500 Mitarbeiter in einer drei minütigen Videokonferenz per Zoom gekündigt hat. Das sind 14 Prozent der Mitarbeiter, die aufgrund des eingeschränkten Reisebetriebs, eingespart werden müssen. Ganz schön traurige Angelegenheit. Drei Minuten, das fühlt sich bestimmt an, wie ein Faustschlag ins Gesicht. Niemand beantwortet dir deine Fragen und nach dem Ende der Ansage bist du allein. Erinnert mich irgendwie an den Film „Up in the Air“.

Apropos Reisen. Gerade schrieb mir jemand, dass das Reisen innerhalb Europas ab Mitte Juni wieder möglich sein wird. Bisher habe ich in Frankreich allerdings noch keinerlei Informationen dazu finden können. Derzeit ist es selbst Franzosen noch nicht erlaubt innerhalb Frankreichs zu reisen. Wenn alles so gut weiterläuft in Sachen Neuinfektionen eröffnen Anfang Juni erstmal Restaurants und Cafés wieder. Darauf freue ich mich vielleicht. Ich kann es kaum erwarten, wieder in einem hübschen Strandrestaurant zu sitzen und etwas Leckeres zu essen, was ich so nie kochen würde. Ob ich mich dann bei meinem ersten Restaurantbesuch auch wirklich wohl fühle bleibt allerdings abzuwarten. In einem kleinen engen französischen Restaurant werde ich mich fürs Erste jedenfalls unwohl fühlen, da bin ich mir sicher. Wart ihr schon wieder in einem Restaurant? Wie fühlt es sich denn an?
Und wie sehr ich mich darauf freue, wenn die hundert Kilometer Regel aufgehoben wird. Dann schnappe ich mir mein Auto und mache mich auf den Weg in die Provence zu Sandra. Und, wenn man dann auch wieder nach Deutschland reisen kann, will ich auch meine Freunde in der alten Heimat sehen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, ihnen allen nicht um den Hals zu fallen. Mein größtes Glück ist – alle sind gesund.

Und noch etwas zum Thema reisen: Ich hatte meinem Freund zu Weihnachten Konzertkarten für die Arena in Verona geschenkt. Wer jetzt an Aida oder so was denkt, der hat sich sowas von geirrt. Ich hatte Karten für das Kiss Konzert ergattert. Das Konzert wird nun mit ziemlicher Sicherheit leider auch nicht stattfinden und ob es jemals nachgeholt werden wird steht in den Sternen, denn die Herren sind auch nicht mehr die Jüngsten. Wir haben jedenfalls beschlossen, die Buchung für unsere Unterkunft nicht zu stornieren und trotzdem ein Wochenende in Verona zu verbringen, sofern es möglich sein wird. Ich finde Verona echt toll.

Bisous Tonja

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