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MEINE NEUESTE LEIDENSCHAFT

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(Werbung aus Leidenschaft)

Ich muss euch ein Geständnis machen, ich habe einen neuen Tick, und zwar einen Ordnungstick, nein lasst es mich eine Leidenschaft nennen. Generell bin ich schon immer ordentlich gewesen, sofern man über meine Teenager-Zeit hinwegsieht. Schon nach der Schule habe ich lieber zu Hause aufgeräumt als meine Hausaufgaben gemacht, auch wenn das eher eine Aufschiebe-Taktik war, wie ich heute weiß. Und das Klamottenfalten ist mir als gelernte Schaufensterdekorateurin natürlich in Fleisch und Blut übergegangen. Ich finde aufräumen meditativ entspannend. Und in einer aufgeräumten Umgebung lässt sich dann ja auch toll dekorieren. In einem unordentlichen oder vollkommen überladenen Haus ist eine schöne Deko schier unmöglich.

Das war übrigens auch der Grund dafür, dass ich zu meinen Dekorateurs-Zeiten keine Termine mehr bei Menschen zu Hause angenommen habe. Einer meiner ersten Termine, den ich in einem Privathaushalt angenommen hatte, war ein völlig überfülltes Haus. Es platzte vor „Deko“ fast aus allen Nähten. Überall hingen Bilder, Stoffe und künstliches Efeu herum. Ich war sprachlos. Auf meine Frage, was wir denn entfernen könnten, bekam ich die entsetzte Antwort: Nichts, ich dachte, wir könnten das Loch hier schön dekorieren. In der Tat gab es noch eine freie Fläche an der Wand. Fakt, für den Fall war ich die falsche Dekorateurin und ich habe schnell begriffen, dass Menschen sich nicht leicht trennen.
Ich stelle mir übrigens gerne vor, wie die Ladys von The Home Edit schreiend aus so einem Haus rennen oder wie Aufräumexpertin Marie Kondo wiederbelebt werden müsste nach der Antwort: nichts.

Womit ich wieder bei meinem aktuellen Tick bin: aufräumen und ausmisten. Ja, ich bin zurzeit im Vollrausch. In jeder freien Minute, die ich finden kann, ist eine Schublade oder ein Schrank fällig.
Ich muss gestehen, dass mich das Buch Magic Cleaning von Marie Kondo, als es rauskam, nicht so gethrilled hat, nicht ansatzweise so wie die Serien… Ok, regenbogenfarbene Anordnungen wie The Home Edit sie überallhin zaubern, sind in meinem Haushalt ein absolutes Tabu. Viel zu bunt für mein Auge. Und Bücher müssen bei mir unbedingt nach Art sortiert sein. Krimi zu Krimi, Reisebericht zu Reiseführer und Kochbuch zu Kochbuch, ihr wisst, was ich meine. Außerdem lasse ich die Finger weitestgehend von Plastikboxen. Aber dennoch gibt es tausend gute Ideen für Aufräum-Junkies in diesen Serien.
Und ich glaube auch, dass ich zurzeit mit meiner Ordnungswut nicht allein bin, ich schätze, es ist gerade ein riesiger Trend. Hände hoch, wer ist gerade auch im absoluten Ordnungswahn?

Vielleicht liegt es ja an diesen Corona-Zeiten und das man sich nach so etwas wie Stabilität und Sicherheit sehnt, nach geordneten Verhältnissen sozusagen…


(advertising with passion)

I have a confession to make to you, I have a new tick, a tidy tick, no let me call it a passion. In general, I’ve always been organised, as long as you look past my teenage years. Even after school I preferred to organize things at home rather than do my homework, even if that was more of a postponement tactic, as I now know. And folding clothes has naturally become second nature to me as a trained window dresser. I find cleaning up meditatively relaxing. And in a tidy environment it is also great to decorate. In a messy or completely overloaded house, it is almost impossible to create a beautiful decoration.

That was also the reason why I stopped taking appointments with people at home during my decorating days. One of my first appointments I accepted in a private household was a completely overcrowded house. It was bursting at the seams with „decoration“. Pictures, fabrics and artificial ivy were hanging everywhere. I was speechless. When I asked what we could remove, I got the horrified answer: Nothing, I thought we could decorate the hole here nicely. In fact there was still a free space on the wall. Fact, I was the wrong decorator for this and I understood that people not easy let go.
By the way, I like to imagine the ladies of The Home Edit running screaming from such a house or Marie Kondo having to be revived after the answer: nothing.

Which brings me back to my current tic: cleaning up and mucking out. Yes, I am currently in a drunken stupor. Every spare minute I can find is due for a drawer or a cupboard.
I have to admit that when Marie Kondo’s book Magic Cleaning came out, it didn’t thrill me as much as the series… OK, rainbow-coloured arrangements like The Home Edit conjure them up everywhere are an absolute taboo in my household.
Far too colourful for my eyes. And books in my house must be sorted by type. Thriller to thriller, travelogue to travel guide and cookbook to cookbook, you know what I mean. I also keep my fingers off plastic boxes as far as possible. But still there are a thousand good ideas for clean-up junkies in these series.
And I also think that I’m not alone with my tidiness at the moment, I guess it’s a huge trend right now. Hands up, who is also in an absolute obsession with order at the moment?

Maybe it’s because of these Corona times and that people are longing for something like stability and security, for orderly conditions, so to speak.

Bisous Tonja

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