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Zu den Touri-Highlights und „Geheimtipps“ Madeiras hatte ich mich ja schon in den vorherigen Posts ausgelassen: first days on Madeira und Wandern auf Madeira. Das müsst ihr am Ende natürlich selbst ausprobieren. Es kommt mit Sicherheit auch auf die Reisezeit an. Silvester zählt aufgrund des Feuerwerks übrigens zur Hochsaison, falls ihr das bei eurer Reiseplanung berücksichtigen möchtet.
Madeira ist wunderschön, sehr exotisch und es geht mächtig bergauf und bergab. Ich habe mich im Auto manchmal wie in einer Achterbahn gefühlt. Wer ein sehr unsicherer Autofahrer ist und überlegt, ob er ein Auto mieten soll, dem sei gesagt: Man kann eigentlich überall auch mit dem Bus hinkommen, Touren buchen oder mit Taxifahrern etwas aushandeln.
Madeira verfügt über gut ausgebaute Schnell- und Landstraßen. Auf den Landstraßen, die mit E gekennzeichnet sind, hat man insbesondere an der Küste atemberaubende Blicke. Und mit ein bisschen Glück findet man auch die Plätze, an denen kleine Wasserfälle von den Hängen mitten auf die Straßen platschen. Madeiras Natur-Autowaschanlagen.
Diese Plätze sind als Shooting-Location natürlich sehr beliebt und deshalb verrate ich sie auch nicht. Ein grauenvoller Gedanke, an solchen Plätzen Schlange zu stehen, weil ein halbes Kreuzfahrtschiff dort abgeladen wurde. Wer etwas mehr Zeit auf der Insel verbringt, wird diese Orte ohnehin von selbst entdecken, sofern er es denn will. Natürlich dürft ihr mir auch gerne schreiben. Ich hatte jedenfalls riesigen Spaß an einem dieser kleinen Straßen-Wasserfälle und wir waren ganz alleine dort.
In einem Reisebericht hatte ich gelesen, dass Madeira kein besonders gutes Essen bietet. Das ist allerdings ein absoluter Irrtum. So gut und so günstig wie auf Madeira habe ich selten in einem Urlaub gegessen. Da Madeira unheimlich grün ist, gibt es entsprechend viel frisches Obst und Gemüse. Ich hätte mich auch ausschließlich von den kleinen Bananen und den frischen Mandarinen ernähren können, aber es gibt auch hervorragende Restaurants auf Madeira. Meine Restaurant-Tipps findet ihr weiter unten im Post.







Wohnen auf Madeira
Wir haben in Funchal gewohnt und fanden es ziemlich gut, abends noch etwas unternehmen zu können. Obwohl wir schon im Sommer für das Jahresende gebucht hatten, waren sowohl Flüge als auch Hotels ziemlich ausgebucht. Dass Madeira aufgrund des großen Feuerwerks ein Silvester-Hotspot ist, haben wir erst kurz vor unserer Reise geschnallt. Ich habe in vorangegangenen Posts schon davon berichtet, dass zu diesem Ereignis, je nach Erzähler, elf bis vierzehn Kreuzfahrtschiffe in Funchals Hafen lagen.
In Calheta zu wohnen, könnte ich mir persönlich nicht vorstellen. Es sei denn, man unternimmt einen Kurztrip nach Madeira, ist tagsüber unterwegs und möchte am Abend alle Vorzüge eines Luxushotels voll auskosten, wie Wellness etc.
Was uns auch sehr gut gefallen hat, waren die Surfspots „Jardim do Mar“ und „Paul do Mar“.
In Paul do Mar gibt es einige Surf-Bars, die sich zum Sundown gut füllen. Sowohl Touristen als auch Einheimische sitzen mit Drinks vor den Bars auf der Mauer der Promenade und genießen den Sonnenuntergang. Hier eine Ferienwohnung mit Meerblick zu haben, ist bestimmt auch ziemlich cool für alle, die keine Lust auf Stadt haben. Könnte ich mir auch gut vorstellen.
Generell wohnt es sich im Süden besser, da dies die Schönwetterseite der Insel ist. Die Berge sind meist wolkenverhangen und aufgrund der Höhe ist es dort auch deutlich kälter. An der Küste hatten wir beispielsweise zwanzig Grad und in den Bergen gerade mal zehn Grad. Denkt auch beim Wandern daran, dass ihr entsprechende Kleidung braucht.
most loved place in „Jardim do Mar“:
„Cafe Portinho“ (für Drinks & Café)
most loved place in „Paul do Mar“:
„Maktub Bar“ allerdings sind dort mehrere Bars nebeneinander (Drinks)
„Calhau`s Beach Bar“ hat eine nette Terrasse mit tollem Meerblick (Drinks & Café)



Food in Funchal
Reiseführer und auch TripAdvisor-Bewertungen besagen, dass man in der bunt bemalten Santa Maria Street in Funchal hervorragend essen kann. Ich sage: Man kann in Funchal hervorragend essen, aber nicht unbedingt in der Santa Maria Street.
Wir waren in besagter Straße in zwei Restaurants mit angeblich hervorragender Küche und es war jedes Mal der letzte Touri-Mist. Danach hatte ich keine Lust mehr auf Experimente. Außerdem ging mir das Angelabertwerden von den Schleppern vor den Restaurants in der Santa Maria Street mächtig auf die Nerven. Das war fast so nervig wie in der Medina von Fez.
Übrigens: Wer durchschnittliche Gerichte, große Portionen und Menüs zu niedrigen Preisen mag, der soll sich nicht von meiner Meinung zur Santa Maria Street abschrecken lassen und sein Glück ruhig dort in einem Restaurant versuchen. Aber er sei gewarnt. Meine Beobachtung war: Je schmieriger die Kellner, desto schlimmer das, was ich auf den Tellern der Gäste sah.
Die Getränke, die in den Bars in der Santa Maria Street serviert wurden, sahen allerdings super aus.
My most loved Restaurants in Funchal
Absolute Nummer eins: „Principal Bistro“
Ich hätte täglich dort hingehen können. Hier können sich Menü-Freunde ausleben, allerdings bekommt man auch nur einen Hauptgang oder drei Desserts.
Principal Bistro




Nummer zwei und Nummer drei: „ÁKUA“ und „KAMPO„
Beide Restaurants gehören zusammen, wobei das ÁKUA etwas mehr auf Fisch spezialisiert ist und das KAMPO etwas mehr auf Fleisch. Vegetarisches oder Veganes findet man auf beiden Speisekarten. Das Konzept ist auf Show Cooking ausgelegt und das Personal ist super amüsant und nett.
Beide Restaurants sind sehr klein, daher hat man ohne Reservierung kaum eine Chance, einen Tisch zu bekommen.
„ÁKUA“ (fand ich noch besser als das KAMPO)
„KAMPO„







Nummer vier: LÁ AO FUNDO
LÁ AO FUNDO (leider ohne Foto)
Bars in Funchal
„Rei da Poncha“
Gut besuchte Poncha- & Snack-Bar, in die auch viele Einheimische gehen.
Sofern man Alkohol trinkt, muss man auf Madeira auch mal einen Poncha probieren. Ein Guide hatte zum Poncha erzählt: Den ersten trinkt man, nach dem zweiten ist man ordentlich beschwipst und nach dem dritten spricht man perfekt Portugiesisch. Also Obacht mit dem Poncha, denn der schmeckt ganz schön lecker.
Ich habe im Rei da Poncha einen Poncha mit Mandarinengeschmack getestet. Ziemlich gut. Und auch die Snacks waren super.

Rooftop Bar & Restaurant im „The Vine Hotel“
Wer mal Lust hat, ein bisschen auf einer Rooftop-Hotelterrasse zu chillen und etwas zu trinken, kann das im The Vine Hotel ohne Probleme tun, denn die Terrasse ist öffentlich zugänglich.
Es gibt täglich zwei Happy-Hour-Zeiten: 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr und 22:30 Uhr bis 23:30 Uhr.
Zu dem Restaurant kann ich nichts sagen, schlichtweg weil wir es nicht getestet haben.
Rooftop Bar & Restaurant im „The Vine Hotel“

Gerade wurde ich gefragt, ob Madeira ein sicheres Reiseland ist. Soweit ich gelesen habe, gibt es wenig Kriminalität. Ein paar Taschendiebe sind ja überall unterwegs. Ich habe mich jedenfalls absolut sicher gefühlt und die Menschen waren echt nett.
Bisous Tonja

2 Comments
Tanja
23. Januar 2020 at 16:54Liebe Tonja,
ich war noch nie in Madeira. Aber mit deinem Blogpost hast du mir große Lust darauf gemacht. Traumhaft schön ist es dort! Tolle Bilder! Der Sommerurlaub ist schon gebucht. Aber wenn wir mal Madeira als Reiseziel haben sollten, werde ich an deinen Artikel denken und mir deine Tipps ansehen.
Danke für´s mitnehmen. Ich weiß wie viel Arbeit so ein Reisebericht ist. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast!
Liebe Grüße,
Tanja
Tonja
27. Januar 2020 at 20:59Hallo Tanja, es würde Dir gefallen. Ich habe mir übrigens vor Ibiza Deine Reiseberichte angeschaut. Lg. Tonja